Im Arsenal eines fürsorglichen Pflanzenliebhabers gibt es immer eine Reihe bewährter Mittel und praktischer Lifehacks.
Walnussschalen: eine ungewöhnliche Lösung für die Gesundheit von Zimmerpflanzen.
Im Werkzeugkasten eines achtsamen Hobbygärtners finden sich stets erprobte Methoden und nützliche Tricks. Einer dieser natürlichen und vielseitigen Helfer ist die ganz gewöhnliche Schale der Walnuss.
Vier überzeugende Argumente für ihre Verwendung
Effektives Drainagesystem
Im Gegensatz zu Blähton, der mit der Zeit zerfallen und stauben kann, sind Walnussschalen langlebig, stabil und verdichten sich nicht unter dem Gewicht des Substrats. Sie behalten ihre Struktur über viele Jahre hinweg und sorgen so für eine gleichbleibend zuverlässige Drainage.
TIPP. Zerkleinern Sie die Schalen für die Drainageschicht nicht zu fein. In ihrer natürlichen, leicht gewölbten Form bilden sie stabile Luftpolster am Topfboden und gewährleisten einen optimalen Wasserabfluss sowie eine gute Belüftung des Wurzelsystems. Das ist besonders wichtig für Pflanzen, die empfindlich auf Staunässe reagieren, wie Sukkulenten, Ficus-Arten und Orchideen.
Feuchtigkeitsregulator
Dieses Material funktioniert nach dem Prinzip „zwei in einem“. Während größere Schalenteile am Topfboden überschüssiges Wasser ableiten, wirken kleinere Stücke, die auf der Substratoberfläche verteilt werden, wie Mulch. Sie verlangsamen effektiv die Verdunstung von Feuchtigkeit, sodass die oberste Erdschicht länger mäßig feucht bleibt. Zusätzlich sieht diese Mulchschicht dekorativ aus und verhindert das Wachstum von Moos sowie das Auftreten von Trauermücken.
Verbesserung der Bodenstruktur
Zerkleinerte Walnussschalen mittlerer Körnung (etwa in der Größe eines Buchweizenkorns) sind ein hervorragendes natürliches Bodenlockerungsmittel. Direkt in die Erdmischung eingearbeitet (bis zu 10–15 % des Gesamtvolumens) machen sie das Substrat leichter, lockerer und luftdurchlässiger. Dies verhindert, dass sich der Boden zu einer dichten Masse verdichtet – ein häufiges Problem bei torfhaltigen Substraten – und gewährleistet einen dauerhaften Sauerstoffzugang für die Wurzeln.
Quelle von Spurenelementen mit langsamer Freisetzung
Walnussschalen sind ein organisches Material, das sich nur sehr langsam zersetzt. Während dieses langwierigen Zersetzungsprozesses reichern sie den Boden schrittweise mit wertvollen Nährstoffen an: Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink und Magnesium. Sie ersetzen keine Düngemittel, wirken jedoch als langfristiger Bodenverbesserer, der die Fruchtbarkeit des Substrats auf Mikroebene unterstützt.
Wichtiger Aspekt: Vorbereitung der Schalen für die Verwendung
Damit der Nutzen nicht zum Schaden wird, müssen die Schalen sorgfältig vorbereitet werden.
Reinigung. Entfernen Sie gründlich alle Reste des Nusskerns sowie die inneren Trennhäute. Diese können Schimmelbildung begünstigen und Schädlinge anziehen.
Thermische Behandlung. Vor der Verwendung sollten die Schalen entweder im Backofen bei 100–120 °C für 15–20 Minuten erhitzt oder ausgekocht werden. Dadurch werden mögliche Pilzsporen und Bakterien zuverlässig abgetötet.
Richtiges Zerkleinern. Für die Drainage eignen sich ganze oder halbierte Schalen. Für die Beimischung ins Substrat oder zum Mulchen sollten sie mit einem Hammer zerkleinert werden, nachdem man sie in ein festes Tuch eingeschlagen hat.
Übrigens gibt es berechtigte Bedenken hinsichtlich der Substanz Juglon, die in der Walnuss enthalten ist und auf einige Pflanzen hemmend wirken kann. Allerdings nimmt die Konzentration von Juglon mit zunehmender Reife der Nuss ab. Der größte Anteil befindet sich in der grünen Schale, in den Blättern und in den Wurzeln des Baumes. In der trockenen, ausgereiften Schale ist der Juglongehalt minimal und stellt für die meisten Zimmerpflanzen keine Gefahr dar.
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